Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof

Koltschenko nach 14 Monaten Verletzungspause zurück in Kirchhof

Kirchhof – Eine unbequeme Deckung mit aggressiven Halben, mutige Aktionen im Eins-gegen-Eins, ein unbändiger Wille, sich gegen größere Gegner mit Leidenschaft zu behaupten und niemals aufzugeben: Dafür steht Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof. Wie kaum eine Zweite vereint dies insbesondere Katharina Koltschenko. Die Rückraumspielerin, die im Lager der Löwinnen so lange und so schmerzlich vermisst wurde. Doch das Ende ist in Sicht. Am heutigen Montag steigt die seit Samstag 24-Jährige beim Trainingsauftakt in Melsungen wieder voll ein.

Zwei Handball-Trainer prägen ihre Vereine – als Institutionen der zweiten Mannschaft

Gensungen/Kirchhof – Ganz egal in welcher Sportart: Dass Trainer knapp ein Jahrzehnt lang dasselbe Amt bekleiden, wird immer seltener. Und diejenigen, die es doch machen, gelten in der lokalen Szene fast schon als Exoten. Martin Denk, der seit 2017 das Juniorteam der SG 09 Kirchhof betreut, und Philipp Kamm, der die ESG Gensungen/Felsberg II gar seit 15 Jahren trainiert, sind im Schwalm-Eder-Kreis womöglich die letzten Verbliebenen ihrer Art – und dennoch nicht müde.

Kirchhof leistet Relegationsteilnehmer Berlin beim 27:36 Widerstand

Melsungen – Es kam, wie es kommen musste. Mit der zwölften Niederlage in Serie als Abschluss einer lehrreichen Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Allerdings zeigte sich der Tabellenvorletzte SG 09 Kirchhof erneut formverbessert und sorgte beim 27:36 (10:15) gegen die Füchse Berlin dafür, dass der Gegner nicht noch Zweiter wurde. Dennoch kämpft Berlin am Mittwoch und Samstag gegen den SV Union Halle-Neustadt um den Aufstieg in die 1. Liga. Meister wurde durch einen 37:24-Heimsieg über Mainz 05 der HC Leipzig.

Mit Wagner und Sonntag nach Waiblingen – Weber wird Co-Trainerin

Kirchhof – Vor allem im Misserfolg ist Körpersprache ein wichtiges Thema im Mannschaftssport. Wer ist besonders mit sich selbst beschäftigt, wer motiviert seine Kollegen positiv, wer zieht ein Team eher weiter runter? Fragen, die Trainer brennend interessieren. Weil sie gute Indikatoren für Stimmungen und Perspektiven sind. Das wissen sie auch bei der SG 09 Kirchhof, die im letzten Auswärtsspiel dieser Zweitliga-Saison beim VfL Waiblingen gefordert ist (Sa. 18 Uhr).

Kirchhof testet fleißig

Samstag in Röhrenfurth gegen zwei Regionalligisten, Sonntag in Zwickau


Kirchhof Jetzt geht die Testphase so richtig los für die SG 09 Kirchhof. Inzwischen liegt auch die Spielberechtigung für Nicoleta Petre vor, die neue Torfrau aus Rumänien. Somit können alle Neuzugänge des heimischen Handball-Zweitligisten auch eingesetzt werden. Gespielt wird am Samstag in Röhrenfurth und am Sonntag in Zwickau.


Los geht‘s am Samstag zunächst für die A-Jugend des Bundesligisten, die gegen Regionalligist HSG Hungen/Lich spielen wird (15 Uhr, Röhrenfurth). Mit 28:16-Punkten lag die HSG zuletzt als Tabellenfünfter knapp hinter dem SV Germania Fritzlar. Anschließend testet das Zweitliga-Team, das ebenfalls von Christian Denk trainiert wird, seine Form gegen die HSG Baunatal (18 Uhr). Das ist der amtierende Hessenmeister, bei dem Trainer Arnd Kauffeld herausragende Arbeit leistet und seine Tochter Paulina mit 179/91-Toren die dritttreffsicherste Angreiferin der Regionalliga war. In der Aufstiegsrunde war die Konkurrenz indes stärker, so dass das Kauffeld-Team weiter ein Regionalligist ist.


Denk wird mit Sicherheit Chantal Reimbold (Fuß) und die frisch ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Katharina Koltschenko (nach Kreuzbandriss) schonen. Ausgerechnet die beiden Ex-Baunatalerinnen also. Zudem ist offen, welche Talente in welcher Mannschaft am Samstag eingesetzt werden. Da Helen Sonntag eine Pause benötigt, könnte Jordis Krämer (kam aus Rosdorf) in beiden Spielen auf Rechtsaußen mitwirken.


„Wir wollen kompakter im Zentrum auftreten und uns dafür jetzt Sicherheit holen“, skizziert Denk seinen Plan. Wichtige Rollen spielen hier Juliana Wagner, aber auch die neue Kreisläuferin Nora Lundell, die schon gut voran geht. Besonders auf das Duell bei Erstligist BSV Sachsen Zwickau freut sich Lea Walkowiak, weil sie von der Mannschaft von Norman Rentsch zu den Löwinnen gewechselt ist. Beim BSV hat sich personell einiges getan. Neu sind Torfrau Katja Grewe (HSV Solingen-Gräfrath), die isländische Nationalspielerin Lilja Agustsdottir, die österreichische Nationalspielerin Kristina Dramac, die Dänin Liv Navne, die polnischen U 18-Nationalspielerinne Jagoda Tobolewska und Amelia Worozanska sowie die Top-Talente Nina Ramusovic aus Montenegro und Lili Balogh aus Ungarn.


Quelle: HNA 24.07.2026